Kur, Reha, Mutter-Kind-Kur

Gesund bleiben oder die Wiederherstellung der Gesundheit ist hier das Ziel. Sowohl in der Kur als auch in der Reha werden medizinische Behandlungen durchgeführt und die Patienten in Gesundheitskompetenz geschult.
Bei einer Kur geht es um Vorsorge und darum, Gesundheit zu erhalten. „Maßnahmen zur Festigung der Gesundheit“.
Bei der Reha geht es um die Wiederherstellung der Gesundheit.
Die Mutter-Kind-Kur dient für Eltern mit ihren Kindern dazu, sich zu erholen und um gesund zu werden.
Wer bezahlt das alles? Die Krankenkasse, die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung übernehmen die Kosten. Du musst lediglich einen Eigenanteil in der Höhe von 10 Euro täglich dazu zahlen. Die Aufenthaltsdauer ist in der Regel zwischen 3 und 5 Wochen, es kann u.U. verlängert werden.
Wer hat einen Anspruch darauf? Es gibt bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Grob gesagt, wenn du in Deutschland lebst, krank bist und verschiedene Behandlungen keinen Erfolg hatten, dann hast du theoretisch Anspruch auf eine Kur/Reha oder eine Mutter-Kind-Kur.
Falls diese Beschreibung auf dich zutrifft, besprich deine Situation mit deinem Arzt, damit er/ sie dabei hilft, einen Antrag zu stellen.
Wir haben das Privileg in einem Land zu leben, dass über eines der besten sozialen Systeme der Welt verfügt. Du gehörst jetzt dazu. Lerne es besser kennen und erfahre auf welche Leistungen du einen Anspruch hast.

Es ist nicht immer alles rosig

“Zwei Dinge trüben sich beim Kranken: a) der Urin und b) die Gedanken” Eugen Roth
Rückenschmerzen, Schlafstörung, Schwindel, Hormonstörungen, Erschöpfung, Antrieblosigkeit, Bandscheibenvorfall, Schilddrüse, Fibromyalgie, Stress bei der Arbeit, chronische Schmerzen, Konzentrationsstörung, Migräne, Mobbingerfahrung, Magenschmerzen, Krise in der Ehe, Integrationsprobleme…

Was geschieht mit mir? Hast du dich das nicht oft gefragt?!
Oft wissen wir nicht, was zuerst eintrat. Ob es dieser fiese Schmerz war, der sich nach und nach einschlich und dann fast unerträglich wurde, oder war es der Stress wegen dieser Kollegin, die es auf dich abgesehen und immer wieder versucht hat, dich auszugrenzen.

Eines Tages fühlst du dich nicht mehr wohl. Du fühlst dich eher krank oder auch wie gelähmt.

Aber kam das wirklich plötzlich?
Dein ganzes Wesen, dein Körper, deine Seele und dein Geist hatten dir bereits Warnsignale geschickt, um dir zu zeigen, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. War zuerst der Urin trüb oder waren es doch die Gedanken?

Eigentlich ist es nicht wichtig, was zuerst geschah. Fakt ist, dass die Waage aus dem Gleichgewicht geraten ist und die Folgen daraus können in allen Bereichen deines Lebens zu spüren sein.

Was nun? Mens sana in corpore sano!

Das Gleichgewicht sollte wieder hergestellt werden, damit es dir wieder gut geht. Such dir Hilfe, isoliere dich nicht. Kümmere dich liebevoll um dich selbst! Um deinen Körper, um deine Seele und um deinen Geist.
Übe Achtsamkeit in deinem Leben!

Entlaste deine Schultern und krempele dein Leben um, damit du die Möglichkeit hast, dich weiterzuentwickeln. Baue dir eine imaginäre Insel oder eine imaginäre Burg, wo du der König/die Königin bist – wo du dich erholen und auch Energie tanken kannst.

“Glück wird nicht verliehen. Die Quelle des Glücks ist in uns selbst. Deswegen müssen wir uns gar nicht anstrengen, Glück außerhalb von uns zu suchen. Wir können es nur in uns selbst finden.”

Ein Tag in einer Reha-Klinik

Der Alltag in einer Reha-Klinik ist ziemlich eigen. Hier verläuft Dein Leben ganz anders als in der Welt da draußen.

Du bekommst einen Wochenplan und da drauf stehen alle deine geplanten Anwendungen für diese Woche. Trotzdem kann es während der Woche noch Veränderungen geben. Deswegen solltest du mindestens dreimal am Tag deinen Postfach überprüfen.

Die Anzahl der Anwendungen variiert. Im Durchschnitt sind es ca. sieben täglich. Dafür musst du von einem Haus zu anderem und von einer Etage zur anderen laufen.

Außerdem musst du dich auch oft am Tag umziehen. Es sei denn, du möchtest beispielweise von der Wassergymnastik im Badeanzug direkt zu einem Vortrag gehen.

An einem Tag läufst du – inklusive Treppen steigen – ca. 5 km ohne überhaupt aus dem Haus zu gehen.

Bei dem ständigen Kommen und Gehen ist „Hallo“ das meistbenutzte Wort, weil du ganz viele Leute unterwegs triffst und sie selbstverständlich höflich begrüßt.
Deine Behandlung wird differenziert anhand deines persönlichen Bedarfs erstellt. Ansonsten werden hier aber alle Patienten, unabhängig vom Beruf oder Einkommen, gleich behandelt.
Die Zimmer sind nahezu gleich, was Größe und Einrichtung betrifft. Das Essen ist ebenfalls einheitlich. Jeder räumt sein eigenes Tablett ab und schmeißt seinen Müll selbst weg. Alle Mitarbeiter, sei es in der Reinigung, Küche oder Rezeption sind hier um eine Arbeit zu leisten, aber nicht um uns zu bedienen.

Eine weitere Besonderheit hier ist, dass es eine große Bereitschaft unten den Patienten gibt sich zu öffnen. Alles, was man hier in diesem Mikrokosmos zusammen erlebt, passiert in einem geschützten Rahmen und wirkt dadurch viel intensiver.

In der freien Zeiten gehen wir oft zusammen spazieren, trinken Kaffee oder spielen Karten.
Trotzdem vermissen wir natürlich unser Zuhause und unsere Familien. Deswegen gibt es nicht Schöneres als hier einen Brief oder ein Päckchen zu bekommen. Es ist eine wahre Freude, wenn wir in das Postfach hineinschauen und einen Zettel finden, auf dem steht: Sie haben Post! 🥰